Aktive Unterstützung für geflüchtete Menschen

Aktive Unterstützung für geflüchtete Menschen

Der gemeinnützige Verein HAND FÜR HAND e.V. betreibt aktive Unterstützung für geflüchtete Menschen in Krisenregionen und in Deutschland. Ziel ist es, sichere und selbstbestimmte Leben zu ermöglichen und Neuanfänge zu erleichtern.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist mit Bildungsangeboten, Patenschaften und Unterstützung beim Aufbau eigener Erlösmöglichkeiten die Bekämpfung von Fluchtursachen in Krisenregionen. Damit eröffnen wir neue persönliche, berufliche und soziale Perspektiven und helfen, die Lebensbedingungen der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Gleichzeitig leisten wir praktische Integrationsarbeit für geflüchtete Menschen in Deutschland. Ihnen soll ein Zurechtfinden in der neuen Umgebung erleichtert werden. 

 

Übergreifender Ansatz mit vier Modulen

Der übergreifende Ansatz zur Unterstützung geflüchteter Menschen

BILDUNGSCENTER für binnengeflüchtete Kinder im Nord-Irak

Im abgelegenen Ort Sina/Shekrde im Norden des Irak hat unsere NGO eine Ruine renoviert und zum HELIN-BILDUNGSCENTER ausgebaut. Seit Herbst 2019 gibt es dort eine vollausgestatte Grundschule,  Sport- und Projektarbeit für Jugendliche, sowie regelmäßige Weiterbildungskurse für deren Eltern. Im Zusammenhang mit der Pandemie werden regemäßig Hygienekurse und mobile Impf-Beratungen durchführt.

Die entwurzelten Menschen erhalten somit eine Grundbildung, erfüllende Inhalte, etwas Struktur im Leben und wieder neue Aufgaben, denen sie nachgehen können.

 

PATENSCHAFTEN für jugendliche Waisen

Der Verein übernimmt PATENSCHAFTEN für Jugendliche, die ihre Eltern verloren und viele Jahre in brutaler IS Gefangenschaft gelebt haben. Sie sind inzwischen unter schlechten Bedingungen in Flüchtlingslagern untergebracht. Ziel ist es, sie auf ihrem künftigen Weg aktiv zu begleiten. Wir wollen ihre Lebenssituation verbessern und einen nachhaltigen Neuanfang erleichtert werden.

 

GEWÄCHSHÄUSER zur praktischen Ausbildung und Selbstversorgung

Mit dem Projekt HELIN-GREENTENT , dem Bau von Gewächshäusern, verbinden wir praxisnahe Ausbildung der Schulkinder mit einem aktiven Beitrag zur Selbstversorgung der geflüchteten Familien im Ort. 

 

INTEGRATIONSHILFE für Geflüchtete in Deutschland

Die Mitglieder des Vereins haben in Deutschland eine Vielzahl jesidischer Geflüchtete mit individueller Unterstützungsleistung begleitet. Das Spektrum reicht von Hilfe bei Behördengängen Wohnungssuche und Jobsuche über Beschaffung von Computern für das plötzlich vorgegebene Homeschooling bis hin zur Kontakt-Vermittlung zu Ärzten, Anwälten etc.

Nach vorne blickend gibt es zahlreiche weitere Projektideen, über die es sich lohnt weiter nachzudenken und ggf. zu verwirklichen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Wir dürfen gespannt sein!

Unsere Vorgehensweise

Der Verein arbeitet ausschliesslich privatfinanziert, alle Aktivitäten sind abhängig von entsprechenden Spendeneinnahmen.

Wir arbeiten pragmatisch. Wir identifizieren den Bedarf, sammeln Geld, sehen was mit den gegebenen finanziellen Mitteln machbar ist und setzen zügig um. Bei der Arbeit im Ausland ist uns die enge Einbindung der einheimischen Bevölkerung wichtig. Wir setzen nur das um, was vor Ort wirklich gewollt/gebraucht wird.

Ein besonderer Fokus liegt auf geflüchteten Kindern und deren Mütter. Deren Biografien sind in besonderem Maße durch Krieg und Vertreibung geprägt. Als schwächste Glieder der Gesellschaft leiden sie während und nach einer Flucht besonders unter Fremdbestimmung, Traumatisierung und Perspektivlosigkeit.

Im kurdischen Nord-Irak beschäftigen wir uns mit jesidischen Binnengeflüchteten (IDP). Sie waren wenige Jahre zuvor vom sogenanten Islamischen-Staat (IS) aus ihrer Heimat, der Shingal-Region in die kurdischen Autonomieregion im Irak geflohen.

Unsere Organisation selbst ist schlank aufgestellt, Mittel werden direkt dort eingesetzt, wo Bedarf besteht. Vorstand, Mitglieder und Mitstreiter arbeiten ehrenamtlich und helfen ihren Fähigkeiten entsprechend mit. Reisen werden weitestgehend privat finanziert.

 

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