UNSERE ARBEIT: Hilfe, die bleibt

UNSERE ARBEIT: Hilfe, die bleibt

Wo wir ansetzen

HAND FÜR HAND e.V. setzt dort an, wo Flucht alles auf Null stellt: bei Menschen, die nicht nur ihre Heimat verlieren, sondern von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts stehen. Ohne Besitz, ohne Einkommen, oft nur mit einem provisorischen Dach über dem Kopf. Was bleibt, ist Unsicherheit – und die drängende Frage: Wie soll es morgen weitergehen? Genau hier beginnen wir: mit Schutz, Struktur und den ersten realen Schritten zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

Unser Ziel

Wir schaffen Schutzräume, Bildung und konkrete Zukunftschancen – vor allem für Minderheiten wie die Jesiden im Nordirak. Damit Menschen nicht nur überleben, sondern ihr Leben vor Ort wieder selbst in die Hand nehmen können. In Deutschland begleiten wir Geflüchtete zusätzlich mit praktischer Integrationshilfe – so, wie es im Alltag wirklich gebraucht wird.

Was uns antreibt

Unsere Überzeugung ist einfach: Nothilfe ist wichtig – aber sie reicht nicht. Wenn die Aufmerksamkeit weiterzieht, bleibt die Realität. Deshalb verbinden wir schnelle Unterstützung mit langfristigem Aufbau. Wir wollen nicht bevormunden, sondern stärken: Kinder sollen wieder lernen. Alltag soll wieder möglich werden. Familien sollen wieder planen können. Es geht um Würde, Stabilität und echte Perspektiven.

Entstehung und Entwicklung

Ende 2018 haben Katharina und Philip Dönhoff den Verein gemeinsam mit engagierten Mitstreitern gegründet – als Antwort auf den Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates, massive Menschenrechtsverletzungen und die Verfolgung Andersgläubiger. Viele Familien waren damals bereits seit Jahren Binnenvertriebene. Kinder wuchsen ohne Schule, ohne Schutz, ohne Zukunft auf. Genau dort haben wir begonnen: Zeit sinnvoll machen, Struktur schaffen, Hoffnung praktisch werden lassen.

Unsere Arbeit folgt einem klaren Dreiklang: Bildung als Fundament, Starthilfe als Brücke, Stimme als Zukunft. Aus den ersten Bildungsangeboten wurde ein dauerhaftes Zentrum, das Kindern Schutz und Unterricht gibt und auch Erwachsene stärkt. Dazu kamen Starthilfe-Projekte, die Selbstversorgung und Einkommen ermöglichen – etwa durch Gewächshäuser sowie die Anschubhilfe für kleine Ladengeschäfte und einen Catering-Kiosk. Und mit HELIN VOICES kam ein weiterer Schwerpunkt hinzu: die Ausbildung von Minderheiten zu Radiojournalisten, der Aufbau von Podcasts und die Entwicklung eines Internet-Radiosenders. So entstehen Brücken über Gräben hinweg – und Themen werden sichtbar und hörbar, die sonst kaum Raum bekommen.

Team

HAND FÜR HAND wird ehrenamtlich aus Berlin getragen und im Irak von starken Teams umgesetzt – mit klaren Rollen und viel Verantwortung.

  • Katharina Dönhoff (Gründerin, Projektleitung) ist Fotografin und seit vielen Jahren in der Region unterwegs. Sie bringt ein starkes Netzwerk mit, kennt die Menschen und die Lage vor Ort – und hält die Fäden unserer Arbeit zusammen.
  • Philip Dönhoff (Gründer, Vorstandsvorsitzender) arbeitet als Strategie- und Organisationsberater. Er sorgt dafür, dass aus Engagement verlässliche Strukturen werden – von der Projektlogik bis zur langfristigen Ausrichtung.
  • Ekkehard Zamel (Vorstand, Schatzmeister) ist Unternehmens- und Organisationsberater mit langjähriger kaufmännischer Verantwortung. Er steht für Sorgfalt, Transparenz und Nachhaltigkeit in allen Finanzfragen.
  • Anke Hinz (Vorstand) bringt als langjährige Vertriebsleiterin viel Umsetzungskraft und Praxisnähe ein. Sie übersetzt Ideen in realistische Schritte und hat den Blick dafür, was Menschen im Alltag wirklich brauchen.

In Sina/Irak:

  • Haji Joki (Direktor Irak) stammt aus der Region und hat einen pädagogisch-sprachlichen Hintergrund (Universität Dohuk). Er verantwortet die Arbeit vor Ort, leitet das Team, steuert die Projekte und ist Ansprechpartner für Abstimmungen und Formalitäten.

Besonders wichtig sind die Menschen, die jeden Tag da sind: das Lehrerkollegium in Sina, das den Schulbetrieb im HELIN Bildungszentrum trägt und Kindern Stabilität, Struktur und Lernfreude zurückgibt. Und für HELIN VOICES arbeiten Teams in Shingal und Mosul, die Ausbildung, Redaktion und Produktion begleiten – damit aus Talenten echte Radiojournalisten werden und aus einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Kanal entsteht.

Getragen wird das alles von vielen Unterstützern und Spendern – und von unserem Anspruch, sorgfältig, transparent und wirksam zu handeln.

Wie wir arbeiten

Wir arbeiten partnerschaftlich, pragmatisch und nah am Alltag. In Berlin läuft vieles ehrenamtlich aus einem kleinen Büro; im Irak sorgt ein erfahrenes Team mit starkem Netzwerk für Umsetzung und Nähe. So bleibt unsere Arbeit bodenständig – und kommt dort an, wo sie gebraucht wird.

Wofür wir stehen

HAND FÜR HAND steht für Hilfe, die nicht bei Symptomen stehen bleibt. Wir schaffen Räume, in denen aus Überleben wieder Leben wird – und aus Stillstand wieder Zukunft.